Wunder der Natur (3/4) - Baikal - Geheimnisvolle Seele Sibiriens
Sendetermine: Mi, 06.05.09, 20.15 Uhr + Do, 07.05.09, 07.15 Uhr
bei Phoenix
Der Baikal ist der älteste, tiefste und wasserreichste See der Erde. An seinen Ufern finden sich mehr seltene und einzigartige Tierarten als auf den Galapagos-Inseln. Die Dokumentation geht auf eine 700 Kilometer lange Reise von Norden nach Süden entlang des Sees.
Im Mai ist dies auch eine Reise durch die Jahreszeiten. In nur wenigen Tagen lassen sich Winter, Frühling und Sommer erleben. An der Nordspitze ist der Baikal zu dieser Zeit noch völlig zugefroren. Die Männer aus den Dörfern gehen auf Robbenjagd, denn im Baikal leben die einzigen Süßwasserrobben der Welt - Naturschützer fürchten, der sibirische Seehund könnte schon in einigen Jahren ausgestorben sein. Aber die Region ist wirtschaftlich eine der ärmsten Russlands, und das Robbenfleisch ernährt die Familien.
Für die Insel Olchon im mittleren Baikal endet im Mai der lange Winter. Die einzige Fähre nimmt ihren Dienst wieder auf. Ein Schamane kuriert Krankheiten mit geheimnisvollen, Jahrtausende alten Ritualen. Und Fischer werfen zwischen schweren Eisschollen erstmals wieder ihre Netze aus. Die Landschaft am südlichen Ende des Baikal blüht im Mai auf. Die Menschen freuen sich über die kurzen, heißen Sommer. Ein Bummelzug verbindet die kleinen Dörfer am südlichen Westufer. Vor 100 Jahren wurde diese Bahn als Teil der legendären Transsib gebaut. Dann wurde die Strecke verlegt, und nun fährt die Baikalbahn nur noch zwei Mal pro Woche. Da die Dörfer am See keine Geschäfte haben, wird aus dem letzten Waggon Brot und Wodka verkauft - und was sonst noch zum Leben gebraucht wird.
Dokumentation von Bernd Reufels.
http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/dokumentationen/wunder_der_natur_(3_4)/191476?datum=2009-05-06
Liebe Grüße,
Linnea