Montag, den 04.05.2009 - 21:00 Uhr
Geparde - Samtpfoten im Visier der Farmer
Film von Felix Heidinger - (Erstsendung 8.7.2007)
Für die meisten großen Katzen Afrikas sind die unzähligen Nationalparks sichere Refugien geworden. Für die Geparde jedoch nicht. Die schnellen, aber zierlichen Läufer werden von Löwen, Leoparden und Hyänen aus den Parks verdrängt. In Namibia, dem Land Afrikas mit der größten Gepardpopulation, leben 90 Prozent der Tiere außerhalb der Nationalparks, meist auf Land, das von Farmern bewirtschaftet wird. Probleme sind vorprogrammiert. Egal, ob ein Gepard Gazellen, anderes Wild oder auch einmal ein Kalb oder Lamm reißt, die meisten Farmer greifen beim Anblick der großen Katzen am liebsten zum Gewehr oder zur Falle. Da fast jede Quadratmeile fruchtbaren Bodens in Namibia als Weidegrund für Nutzvieh verwendet wird, können die Geparde nirgendwohin vertrieben oder umgesiedelt werden. Wer Farmer davon überzeugen will, Geparde auf ihrem Land zu tolerieren, hat sich eine schwere Aufgabe vorgenommen und muss effektive Methoden anbieten, um dessen Vieh zu schützen: Zum Beispiel wird gefangenen Geparden der Geschmack auf Kalb- und Lammfleisch mit Chemikalien verdorben, kälbergroße Hirtenhunde werden gezüchtet und vor allem werden die eleganten Jäger genau beobachtet - denn möglicherweise sind die Verluste, die durch sie entstehen, weitaus geringer, als die Grundbesitzer annehmen.
Felix Heidinger berichtet vom Kampf der Farmer gegen die Geparde und dem Versuch, neue Wege zu finden, die Farmer und ihre Weidetiere vor den Raubtieren zu schützen.
ARD/BR - Reportage - Wissenschaft Technik Umwelt: Tiere
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Liebe Grüße.
Linnea