Umwelt - In den Polarböden lauern gefährliche Klimakiller
Von Wolfgang Merkel
Der Effekt gleicht einer Bombe, die mit Verzögerung detoniert: Durch das langsame Auftauen der Permafrostböden in Sibirien, Alaska, Kanada und Nordskandinavien werden immer mehr Gase wie Kohlendioxid und Methan freigesetzt. Letzteres schädigt das Klima 20 Mal stärker als Kohlendioxid.
In den Dauerfrostböden (Permafrostböden) der subpolaren Breiten sind große Mengen an Kohlenstoffverbindungen gespeichert. Die Sumpflandschaften in Sibiriens, Alaskas, Kanadas und Skandinaviens Norden bestehen aus jahrtausendealten, gefrorenen Pflanzenresten, die im Sommerhalbjahr nur einige Dezimeter oder wenige Meter tief auftauen. Obenauf wächst eine Steppenvegetation.
Im Zuge der Erderwärmung, so nehmen Forscher an, tauen diese Böden in der Tiefe auf. Dann setzen sie vor allem durch die Tätigkeit von Mikroorganismen die Treibhausgase Kohlendioxid und Methan frei. So könnte sich der Klimawandel beschleunigen. Frühere Studien deuten darauf hin, dass das Tauen bereits begonnen hat, genaue Angaben zu den Gasmengen gibt es aber noch nicht.
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http://www.morgenpost.de/wissen-und-technik/article1101493/In_den_Polarboeden_lauern_gefaehrliche_Klimakiller.html
Liebe Grüße,
Linnea