Tiergarten: Skulpturen im Gehege
Ölpumpen im Pinguin-Gehege und ein Giftfass im Aquarium: Skulpturen des Künstlerduos Steinbrener und Dempf im Tiergarten Schönbrunn sollen Besucher zum Nachdenken über die bedrohte Tierwelt anregen.
Skulptur aus Tier, Besucher und Objekt
Die Natur als Paradies infrage stellen, das ist das Ziel von Christoph Steinbrener und Rainer Dempf im Zuge der Ausstellung "Trouble in Paradise". Sechs markante Einbauten werden dabei in Gehegen des Schönbrunner Tiergartens installiert.
Eisenbahnschienen im Bison-Gehege, eine Badewanne neben dem Krokodil, eine Ölpumpe bei den Pinguinen und eine Schneehütte bei den Elefanten sollen "Reibebäume" im sommerlichen Tiergarten-Idyll sein.
Aus Tieren, Objekten und Zoobesuchern will man damit eine bewegte und bewegende Skulptur bilden und die Frage nach dem Verhältnis zwischen Natur und Zivilisation neu stellen.
Installationen sollen zum Nachdenken anregen
Noch vor zwei Jahren hätte Direktorin Dagmar Schratter nicht damit gerechnet, jemals solche Installationen im Tiergarten zu gestatten. Aber sie hat ihre Meinung geändert: "Der Tiergarten möchte dadurch Emotionen wecken und aufzeigen, was wir verlieren, wenn wir die Artenvielfalt verlieren."
Das Paradies, wie es im Tiergarten visualisiert werde, gebe es in der Natur schon lange nicht mehr. Mit den Installationen könne Aufmerksamkeit erregt und polarisiert werden, könnten Umweltthemen präsentiert und die Leute zum Nachdenken angeregt werden.
Mehr zum Thema + einige Fotos von den Skulpturen:
http://wien.orf.at/magazin/studio/radiowien/stories/367388/
Liebe Grüße,
Linnea