Kommentare vom Turmfalken-Experten Stefan Kupko zu aktuellen Bildern
Hudern und „Kuscheln“
Nun ist bereits eine Woche seit dem Schlupf des ersten Jungvogels vergangen und die sechs Jungvögel entwickeln sich gut. Noch werden die Jungvögel von der Falkenmutter fast ständig gewärmt (gehudert), damit sie sich nicht verkühlen.
Und wenn die Jungvögel dann doch schon mal alleine im Kasten zurückbleiben, dann kuscheln sie sich ganz dicht aneinander, bilden so eine Art Wärmepyramide und wärmen sich gegenseitig bis die Falkenmutter wieder da ist.
Sonnabend, 16. Mai 2009
Alle sechs haben Hunger! Die Familie ist komplett!
Im Verlaufe des Tages ist nun auch der sechste und damit letzte Jungvogel aus dem Ei geschlüpft, damit ist die Familie nun komplett! Unsere beiden Falkeneltern haben jetzt alle Schnäbel voll zu tun, um ihre Familie satt zu bekommen. Dabei hilft zum Teil auch das Männchen bei der Fütterung der Jungvögel mit.
Teamwork. Männchen und Weibchen füttern.
Dieses Verhalten ist nicht unbedingt alltäglich, denn meist verfüttert das Weibchen die vom Männchen überbrachte Beute an ihre Jungen.
Nach der Fütterung werden die Jungvögel dann sofort wieder „unter die Fittiche“ des Weibchens genommen, damit sie sich auch nicht verkühlen.
Drücken wir nun unseren beiden stolzen Falkeneltern die Daumen, dass sie auch weiterhin ihre Familie "gut über die Runde bekommen“.
Freitag, 15. Mai 2009
Die Falkenmutter füttert ihre fünf Falkenkinder.
Jungvogel Nr. 5 ist geschlüpft
Heute ist am frühen Morgen der fünfte Jungvogel geschlüpft. Auch er
t gesund und kräftig zu sein und wird mit seinen vier Geschwistern von der Falkenmutter gefüttert. In den Kastenecken sind viele Nahrungsreste zu erkennen (Depotplätze), es
t also kein Futtermangel zu herrschen. Fortsetzung - mit schönen Fotos:
http://berlin.nabu.de/projekte/TurmfalkenvorderKamera/kirchefrohnau09/10774.html
Liebe Grüße,
Linnea