Rätselhaftes Grünfinkensterben
Zahlreiche tote Vögel an Futterstellen in Ostholstein | Nun auch tote Finken in Eckernförde und Bad Oldesloe | NABU bittet Bevölkerung um Mithilfe
22. Mai 2009: Ein rätselhaftes Sterben von Grünfinken beunruhigt zur Zeit Schleswig-Holsteins Naturfreunde. In Ostermarkelsdorf, Heiligenhafen, Großenbrode, Scharbeutz, Lensahn und in Malente (Kreis OH) fanden Vogelfreunde seit Anfang Mai 2009 gehäuft tote Grünfinken an ihren das ganze Jahr über betriebenen Futterstellen sowie verteilt im ganzen Ort. Einzelne Totfunde liegen nun auch aus Lübeck-Hochschulstadtteil und Schlutup sowie Oldenburg vor. In Mölln (Kreis RZ) fehlen seit einigen Tagen Grünfinken an sonst stark frequentierten Futterstellen. Am 20. Mai 2009 sind nun auch tote Finken in Eckernförde (Kreis RD) gefunden worden. Aus Bad Oldesloe liegen ebenfalls Totfunde vor. Ob weiter entfernt liegende Orte in Nordfriesland (Langenhorn) ebenfalls betroffen sind, bleibt noch offen.
Nach ersten Recherchen des NABU besteht wegen teilweiser Gemeinsamkeiten beim Kauf des Futters ein Anfangsverdacht, dass das mit Erdnüssen und Rosinen versetzte, teils aber auch nur aus Sonnenblumenkernen bestehende Vogelfutter, mittelbar oder unmittelbar von einer Sereetzer Firma stammend, die Ursache für das Sterben sein könnte. Dem Verdacht wird derzeit nachgegangen.
Der NABU hat Futterproben sicherstellen lassen. Einige der toten Grünfinken sind zudem zur Klärung der Todesursache eingefroren worden. Bislang hat der NABU Kenntnis von mind. 100 toten Grünfinken. Andere die Futterstellen besuchende Arten wie Meisen, Rabenvögel und Haussperlinge sind nach Informationen der Melder bislang nicht betroffen. Grünfinken gelten bei Vogelhaltern bei der Wahl des Futters als anspruchsvoll und empfindlich.
Mehr darüber:
http://schleswig-holstein.nabu.de/naturvorort/vogelschutz/11027.html
Liebe Grüße,
Linnea