Die Nordsee wird wärmer
Seit den 1980er Jahren ist die Oberflächentemperatur um ein Grad gestiegen. Das geht aus einer Studie des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg hervor, die in dieser Woche veröffentlicht wurde.
Die Studie "System Nordsee" wertet kontinuierliche Beobachtungen des Meereszustands über längere Zeiträume aus. Erst dadurch sei das Gesamtsystem Nordsee mit seinen Wechselwirkungen und grundlegenden Änderungen zu verstehen, so BSH-Präsidentin Monika Breuch-Moritz. Auch in Bezug auf den Klimawandel seien langfristige Beobachtungen Voraussetzung, um Zusammenhänge zur Entwicklung des Klimas abzuleiten, die Kenntnisse über mögliche Auswirkungen des Klimawandels zu verbessern, und um planvolle Anpassungsstrategien zu entwickeln.
Die Ergebnisse der Langzeitanalyse hat das BSH in einem Nordsee-Bericht zusammengefasst. Die wichtigsten klimarelevanten Erkenntnisse: Die Sturmhäufigkeit hat sich in den letzten Jahren verringert. Zudem hat sich die Sturmsaison vom Herbst in den Winter verschoben. Auch die langzeitliche Jahresdurchschnittstemperatur der Nordseeoberfläche hat sich laut Studie verändert: Sie stieg von knapp zehn Grad in den achtziger Jahren in abrupten Sprüngen auf derzeit elf Grad. Bis Mitte der 1990er Jahre habe ein enger Zusammenhang zwischen der Jahresmitteltemperatur des Nordseewassers und der Wintertemperatur bestanden, so das BSH. Seitdem wirkten die Sommertemperaturen prägend.
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Linnea