Wohnungsnot macht Blaumeisen zum Kuckuck -
Weibchen ohne Nistplatz legen Eier in fremde Nester
Bei erhöhtem Konkurrenzkampf um seltene Nistplätze investieren Blaumeisenfrauen mehr in ihre Brut. Sie verbringen mehr Zeit mit der Jungenfütterung und produzieren mehr männliche Nachkommen in ihren Gelegen. Weibchen, die keine Nistplätze finden, legen ihre Eier - einem Kuckuck gleich – zudem in fremde Nester. Dies haben jetzt Verhaltensforscher in einer Langzeitstudie herausgefunden, über die sie in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift „Animal Behavior“ berichten.
Mehr dazu:
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-9604-2009-03-06.html
In der Berliner Morgenpost steht heute dazu noch:
Auch Meisen legen Eier in fremde Nester
Findet eine große Population Blaumeisen dramatisch wenige Nistmöglichkeiten, dann legen einzelne Weibchen ihre Eier in die Nester anderer Blaumeisen. Darüber berichten Biologen des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in der Zeitschrift "Animal Behavior". Ist der Wohnraum knapp, verstärken die Weibchen zudem ihre Anstrengungen für die Brut; sie suchen in solchen Jahren mehr Futter. Auch können sie offenbar das Geschlecht des Nachwuchses steuern. Sie ziehen bei Wohnungsnot wesentlich mehr männliche als weibliche Nachkommen auf.
Liebe Grüße,
Linnea