In Zoos gehören Elefanten zu den beliebtesten Tieren. Über die Art der Haltung aber streitet man sich. Kontakt zum Pfleger ja oder
? Klar, sagt man im Tierpark Friedrichsfelde. Der Mensch gibt das Kommando.Willkommen im Tierpark Friedrichsfelde, trompetet ein quietschfideler kleiner Elefant vom Plakat einer Litfasssäule des Berliner Tierparks, einem der zwei Berliner Hauptstadtzoos. Dahinter liegt das Herz des weitläufigen Zoogeländes, ein brauner und staubiger Auslaufhof und eine ockerfarbene Betonhalle, so hoch wie fünf Elefantenkühe. Es ist das Dickhäuter-Haus, darin leben 20 Elefanten zwischen grünen Dschungelpflanzen und Bambusgitter-Boxen.
Die Mutter wird betäubt, das Kind wird rausgeholt:
Im Moment ist nur Elefantenkuh Kewa da und natürlich ihr ganzer Stolz, das 14. Elefantenbaby des Tierparks, bei Geburt 117 Kilo schwer und knapp ein Meter groß. Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz erklärt sein Konzept, wie eine solche rund zwanzig Minuten dauernde Geburt vonstatten geht: "Wir nehmen das Elefantenkind unmittelbar nach der Geburt weg, die Mutter bekommt in der Zwischenzeit eine Beruhigungsspritze". Das sei ein erprobtes Verfahren, an dem er festhalte. "Denn gerade bei der Erstgeburt ist die Gefahr groß", sagt der Zoodirektor, "dass die Elefantenkuh den Schmerz nicht einschätzen kann und nach dem Kind ausschlägt."
Einige andere Zoos praktizieren dagegen das Verfahren der wilden Geburt, bei der das Kind sofort bei der Mutter verbleibt. Was von einigen Tierschützern als besonders wichtig für die Bindung zwischen Mutter und Kind bezeichnet wird. Für den stämmigen Zoodirektor mit braunem Hemd, brauner Lederweste und Sandalen, nur ein schwaches Argument: "Ab dem vierzigsten Jungtier mache ich das auch so, vorher noch nicht."
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Liebe Grüße,
Linnea