Um die Honigbiene kommen Mädchen und Jungen in ihrer Schulzeit nicht herum. In den Lehrplänen stehen die Insekten auch zu Recht, schließlich ist ihre Bestäubungsleistung für Pflanzen und damit für den Menschen und die Umwelt unersetzlich - ohne Bienen wenig Blumen, kaum Obst und Gemüse. Doch die wenigsten Kinder werden jemals einen Blick in einen Bienenstock erhaschen.
Wissenschaftler der Universität Würzburg möchten das ändern und haben eine computergestützte Lernplattform für Schüler entwickelt, die die fleißigen Insekten künftig vom PC aus live beobachten können. Elf Schulen, darunter eine Gesamtschule aus Hamburg, ein Gymnasium aus Hösbach bei Aschaffenburg und ein Gymnasium aus München, sind an dem Pilotprojekt namens "HOBOS - HOneyBee Online Studies" beteiligt.
So können die etwa 40.000 Insekten rund um die Uhr aus sicherer Entfernung vom Bildschirm aus beobachtet werden. Die Sensoren verraten, wie warm es in dem Stock ist, die Waage, wie schwer er ist. "Weg vom Frontalunterricht mit Büchern", ist nach Vierles Worten eines der Ziele des auf Dauer
egten Projekts.Eine besondere Raffinesse: Jedes Insekt ist speziell nach einem noch geheimen Verfahren markiert. So können die Schüler sehen, was zum Beispiel Pollen-Sammlerinnen machen. Per Mausklick haben die Jungen und Mädchen ungeahnte Möglichkeiten, abhängig von der eigenen Kreativität und die ihres Lehrers. Klimadaten, Akustik, Schall, Vibration, Aspekte der Staatenbildung: Für den Zoologen Tautz sind die möglichen Fragestellungen der Nachwuchswissenschaftler nahezu unbegrenzt. "Was machen die Bienen, bevor ein Gewitter losgeht?"
"Die Schüler finden das absolut faszinierend...
http://www.n-tv.de/wissen/dossier/Per-Mausklick-in-den-Bienenstock-article329092.html
Liebe Grüße,
Linnea