Vorschau: Rettungsaktion vor der australischen Küste (Wale)
Rettungsaktion vor der australischen Küste: Zehn Wale scha-ffen die Rückkehr ins Meer - 24. Mrz 2009
Der Strand von Hamelin Bay ist übersät mit den Kadavern der verendeten Tiere, aber die Helfer können immerhin einen kleinen Erfolg verbuchen. Das traurigste Schicksal ereilte einen Wal, der seine Herde verzweifelt um Hilfe rief.
Nach einer dramatischen Rettungsaktion sind in Australien zehn gestrandete Grindwale zurück ins Meer geschwommen. Die Freude der mehr als 200 Helfer war allerdings getrübt, weil ein Tier nach dem Stress der vergangenen Tage zu schwach war für die weite Reise in die Tiefen des Ozeans. Tierärzte mussten den Wal erschießen, auch aus Sorge, seine verzweifelten Hilferufe könnten die anderen Tiere erneut in seichtes Wasser zurücklocken. Für eine Injektion zum Einschläfern war das Tier zu groß.
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«Dem Wal hatte das Trauma der Strandung erheblich zugesetzt und er war in sehr schwachem Zustand», sagte Greg Mair, Sprecher der Umweltbehörde. «Eins unserer wichtigsten Anliegen war, die Gefahr klein zu halten, dass das Tier den Rest der Gruppe negativ beeinflusst.» Wale haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten und stoßen einen schwachen Artgenossen nicht aus. Deshalb stranden oft Dutzende Tiere gleichzeitig.
Das war auch am Montag in der Hamelin-Bucht 280 Kilometer südlich von Perth passiert. Mehr als 80 Wale und Delfine gerieten dort ins seichte Wasser und kamen aus eigener Kraft nicht zurück ins Meer. Mehr als 70 Wale verendeten. In einem Tag- und Nachteinsatz hielten Tierärzte und Freiwillige dann elf der bis zu sechs Meter langen Tiere am Leben. Die Einwohner eines kleinen Ortes am Margaret River liefen zum Großeinsatz auf: Auch Schulkinder waren unter den 200 Freiwilligen am Strand, die die Tiere mit Wasser begossen.
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http://www.netzeitung.de/vermischtes/1307037.html
Liebe Grüße,
Linnea