Geschichten aus Zoo und Tierpark Berlin
Mit Lippenbären ist nicht gut Kirschen essen, sie legen sich sogar mit Wespen an
und schlüfen sea auf.
Die Balla-balla-Bären - schreckhaft und zahnlos - Unter den Bären stellen sie die Balla-balla-Fraktion: Lippenbären.
Sie erschrecken schneller, als ein Vogel piep macht, und greifen sofort an. Angst macht gefährlich. Ähnlich beschreiben manche die Auswirkung der Wirtschaftskrise auf Menschen.
Beim Zootier ist die Krise noch nicht angekommen, die drei Lippenbären erhalten sogar täglich ein Extrasüppchen. Nach Auskunft von Reviertierpfleger und Sous-Chef de Cuisine Ronny Henkel handelt es sich um "Babybrei mit Haferflocken, Kleie, Erde, Honig, Insektenfresserfutter und Leinsamen". Das sei gut für die Verdauung. Wer trotzdem nicht satt wird, könnte Enten und andere Vögel ansaugen, die aus Versehen im Gehege landen. Ja, ansaugen. Das sieht aus, als wären Cartoonisten am Werk, nur dass im Zeichentrick das blutige Ende ausgeblendet wird. Doch die Zoo-Lippenbären riskieren anderswo eine dicke Lippe. "Einer hat schon ein ganzes Nest Wespen verspeist. Für einen Menschen wäre das tödlich", sagt Henkel. Sein Schützling wurde lediglich schlaftrunken, die Lippen schwollen an. Das währte nur eine Nacht ... anders als bei Chiara Ohoven.
Überhaupt die Lippen: Sie bedecken eine Lücke. Denn den Bären fehlen die inneren oberen Schneidezähne, ohne dass sie sich geprügelt hätten. Vielmehr werden sie bedroht, die Weltnaturschutzunion führt den Melursus ursinus als gefährdete Tierart.
Der Mundschutz ist darüber hinaus namensgebend. Lippenbär Jürgen ist Jahrgang 2002 und nach seinem Paten Jürgen von der Lippe benannt.
Mehr dazu - auch etwas über Lippenbär-Baby Devi:
http://www.morgenpost.de/kolumne/laninger/article1085311/Die_Balla_balla_Baeren_schreckhaft_und_zahnlos.html
Liebe Grüße,
Linnea