ERHÖHTE FANGQUOTE - Kanada erlaubt Jagd auf 338.200 Robben - 21.03.2009
Die Fangquote ist noch höher als im vergangenen Jahr: Die kanadische Regierung hat die Jagd auf mehr als 300.000 Robben freigegeben. Sie will auch international die Rechte der Robbenfänger verteidigen - Tierschützer reagieren bestürzt.
Ottawa - In Kanada dürfen Jäger in diesem Jahr insgesamt 55.000 Tiere mehr als im Vorjahr töten. Die zuständige Fischereiministerin Gail Shea teilte am Freitagabend mit, die Fangquote sei nach Beratungen mit Experten festgelegt worden, "um sicherzustellen, dass der Robbenbestand erhalten bleibt".
Tierschützer reagierten bestürzt auf die Entscheidung der Regierung, doch Shea schürt den Konflikt noch weiter an: Sie will sich auch künftig international für die Robbenjagd einsetzen. "Unsere Regierung wird weiterhin das Recht der kanadischen Robbenfänger verteidigen, durch eine rechtmäßige, nachhaltige und humane Jagd den Lebensunterhalt ihrer Familien zu sichern", sagte Shea.
Im Einzelnen dürfen in der in Kürze beginnenden Jagdsaison 280.000 Sattelrobben, 50.000 Kegelrobben und 8200 Mützenrobben getötet werden, sagte die Fischereiministerin. In der Quote seien auch die Tiere enthalten, die von Ureinwohnern für den persönlichen Gebrauch gejagt werden dürfen.
Ministerin wehrt sich gegen Handelsverbot
Rund 70 Prozent der zur Tötung freigegebenen Robben sollen in dem Gebiet nordöstlich von Neufundland und Labrador gejagt werden. Die Behörden schätzen den Bestand der Säuger an der kanadischen Ostküste auf insgesamt rund 6,4 Millionen Tiere
Mehr dazu:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,614685,00.html
LIebe Grüße,
Linnea

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