Zoo schickt Murmeltiere an die Luft
Von Tanja Laninger
Am "Ground Hog Day" werden in den USA Murmeltiere aus ihrem Bau gescheucht, um zu klären, ob der Winter weiter andauert. Dafür ist es nun viel zu spät. Und der Berliner Zoo hat jetzt seine Murmeltiere auch nicht gescheucht, sondern auf Händen getragen - ins Außengehege.
Sie schauen grimmig. Eindeutig. Wer ist auch schon gut gelaunt, wenn er aus seinem Schlaf geweckt, umgesiedelt wird ins Freie, und es da auch noch regnet? Die Alpen-Murmeltiere Trudl und Sissi jedenfalls nicht. Für sie stand am Morgen an, was in den USA längst als „Ground Hog Day“ bekannt geworden ist: Die Murmeltiere werden aus ihrem Bau gescheucht. Und wenn das Tier bei dem ersten Freiluftkontakt seinen Schatten sieht, dann soll der Winter noch sechs Wochen andauern.
Im Zoo wurden die Murmeltiere nun nicht verscheucht, sondern auf Händen getragen. Tierarzt André Schüle hatte zwar einen Käscher parat gelegt, doch Reviertierpfleger Kurt Goedicke konnte seine Schützlinge freihändig aus der hölzernen Schlaftruhe einfangen und in eine übergroße Art Katzenbox heben. Dann hievten beide die Box aus dem Keller des Kletterfelsens. Nur ihre Finger durften sie nicht durchs Gitter stecken. „Dann werden die abgenagt“, sagt Goedicke. Murmeltiere sind zwar Vegetarier, aber wütende Murmeltiere beißen alles – doch dazu später mehr.
Mehr darüber:
http://www.morgenpost.de/tiere/article1095599/Zoo_schickt_Murmeltiere_an_die_Luft.html
Liebe Grüße,
Linnea