Zoo Berlin / ERLEBEN / Aktuelles: 25.06.2009
4-facher Opalracken-Nachwuchs schmückt die Fasanerie
Vögel mit sehr hohem Schauwert sind die in West- und Zentralafrika vorkommenden Opalracken. Schon der Name verrät, dass es sich hier sozusagen um fliegende Edelsteine handelt.
Die dominierende Gefiederfarbe reicht von schillerndem Ultramarin- bis Azurblau. Cremefarben vom Rumpf abgesetzt ist der Kopf.
Da sich männliche und weibliche Tiere der etwa 30 cm großen Racken nicht wesentlich unterscheiden, dauerte es auch einige Zeit, bis man sich im Berliner Zoo ganz sicher war, dass man nur über Männchen verfügte. So waren die Vogelpfleger hoch erfreut, als im März dieses Jahres einer von zwei verbliebenen (der 2004 erworbenen) Vögel gegen ein Weibchen eines Privathalters getauscht werden konnte. Dies war wohl der Beginn einer Glückssträhne; denn das neu zusammengestellte Paar harmonierte hervorragend und bereits Ende April kam es in einem angebotenen Nistkasten zur erhofften Eiablage. Am 26. Mai hörte man die frisch geschlüpften Nestlinge und die Eltern begannen mit der Fütterung. Vor zwei Tagen war es dann endlich soweit: ein erster Jungvogel verließ die enge Behausung und drei weitere Geschwister folgten ihm nach.
Opalracken sind eine von 8 Arten der Gattung Coracias zu der auch die europäische Blauracke gehört. Den spektakulären Schauflügen, mit denen die Männchen dieser Gattung um die Weibchen werben, verdanken die Vögel den englischen Namen "Roller". Hierfür steigen die Tiere mehr als hundert Meter in die Luft. Anschließend lassen sie sich unter lautem Rufen mehrfach überschlagend gen Boden fallen. Ob die langen, gabelförmigen Schwanzfedern hierbei eine Rolle spielen, oder ob sie lediglich dem Balancieren beim Sitzen dienen, während die Vögel auf einer Warte nach Beute Ausschau halten, ist noch nicht restlos geklärt.
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Liebe Grüße,
Linnea